Notstrom

Powerstation-Laufzeit-Rechner

Mit dem Powerstation-Laufzeit-Rechner planst du Camping, Notstrom oder Inselbetrieb: Kapazität in Wh, Verbraucherleistung in Watt, Wirkungsgrad und Reserve genügen im Schnellmodus. Im Expertenmodus kannst du DC statt AC, Kälte- und Alterungs-Puffer, Solarunterstützung, Parallelverbrauch, Spitzenlast und Anlaufstrom-Hinweise einbeziehen – die Laufzeit und die drei Szenarien passen sich an.

Alle Ergebnisse sind unverbindliche Schätzwerte und können je nach Gerät, Nutzung, Region und Anbieter abweichen.

Eingaben

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Du kannst das Ergebnis über die Druckfunktion deines Browsers als PDF speichern.

Wann ist dieser Rechner sinnvoll?

Der Powerstation-Laufzeit-Rechner ist sinnvoll, wenn du vor dem Kauf oder vor einem Einsatz wissen willst, wie lange eine bestimmte Speichergröße für deine Last reicht. Das betrifft Camping, Balkon, Gartenhaus, Stromausfall zu Hause oder mobile Arbeit. Mit dem Expertenmodus kannst du DC/AC, Reserve, Kälte und grobe Solarunterstützung abbilden, ohne die Seite im Schnellmodus zu überfrachten.

So funktioniert der Schnellmodus

Du trägst Kapazität in Wh, die Leistung deines Verbrauchers in Watt, den angenommenen Wirkungsgrad in Prozent und eine Sicherheitsreserve ein. Daraus wird die nutzbare Energie berechnet und durch die effektive Last geteilt. Das Ergebnis ist eine Stunden- und Tageslaufzeit grob. Darunter siehst du Annahmen, Interpretation und drei Szenarien.

So funktioniert der Expertenmodus

Hier stellst du ein, ob du über 230 V AC oder direkt DC gehst, ob Kälte oder Akku-Alterung die nutzbare Kapazität mindern, ob Solar oder externes Laden die Last auf den Akku reduziert und ob kleine Parallelverbraucher mitlaufen. Optional markierst du Motor/Kompressor für einen Anlaufstrom-Hinweis und trägst eine maximale Dauerleistung ein, um Überlast zu warnen.

Beispielrechnung

1.000 Wh, 85 % Wirkungsgrad, 10 % Reserve → rund 765 Wh nutzbar. Bei 80 W mittlerer Last sind das etwa 9,6 Stunden. Halbiert sich die Last auf 40 W, verdoppelt sich die Laufzeit grob. Bei 1.000 W Last wäre die Zeit sehr kurz – dann zählt auch die maximale Ausgangsleistung der Powerstation.

Typische Fehler bei der Einschätzung

Wh durch Watt ohne Verluste rechnen, Anlaufströme ignorieren, nur die Kapazität statt der maximalen Dauerleistung zu lesen oder kalte Umgebung außer Acht lassen. Auch mehrere kleine Verbraucher parallel werden leicht unterschätzt.

Was du mit dem Ergebnis machen kannst

Größenklasse und Reserve für dein Szenario festlegen, Last reduzieren oder Speicher vergrößern, Solarpanel einplanen und bei kritischen Anwendungen Herstellerdaten und Sicherheitsmargen prüfen. Für mehrere Geräte lohnt sich zusätzlich der Notstrombedarf-Rechner.

Typische Kostenfallen

Nur Wh-Zahl vergleichen

Ohne Blick auf maximale Dauer- und Spitzenleistung kann eine Powerstation trotz großer Kapazität ungeeignet sein.

Anlaufstrom unterschätzen

Kühlschrank, Pumpe oder Werkzeug können kurz deutlich mehr ziehen als die mittlere Leistung – Abschaltung der Powerstation droht.

Keine Reserve geplant

Komplett leerer Akku ist schlecht für Zyklen und riskant, wenn noch eine kleine Last kommt.

230-V-Verluste vergessen

Über den Wechselrichter gehen oft 10–20 % der Energie verloren – der Wirkungsgrad im Rechner sollte das grob abbilden.

Parallelverbraucher übersehen

Router plus Licht plus Ladegerät addieren sich; im Expertenmodus kannst du eine Parallel-Last ergänzen.

Wann lohnt sich eine größere Powerstation?

Wenn Szenarien und Notfallplanung wiederholt unter wenigen Stunden liegen, hohe Lasten anstehen oder du Puffer für Kälte und Alterung willst. Wenn alles sehr knapp ist, lohnt sich auch ein Solarpanel oder weniger gleichzeitige Last.

Powerstation-Laufzeit sinnvoll prüfen

  • Nennkapazität und maximale Dauer- sowie Spitzenleistung im Datenblatt lesen
  • Mittlere Verbraucherleistung realistisch schätzen oder messen
  • Wirkungsgrad für AC-Betrieb konservativ wählen
  • Sicherheitsreserve einplanen
  • Motor/Kompressor und Anlaufstrom bedenken
  • Bei Kälte oder älterem Akku Derating im Expertenmodus setzen
  • Mehrere Geräte ggf. im Notstrombedarf-Rechner zusammenfassen
  • Nach dem Kauf unter echter Last testen

Beispielprofile

Klicke auf ein Profil, um typische Werte direkt in den Rechner zu übernehmen.

Router & Licht

Kleine Dauerlast – lange Laufzeit.

Laptop am Wechselrichter

Typisches Homeoffice-Notstrom-Szenario.

Kühlschrank (Mittelwert)

Höhere Last, Anlaufstrom im Kopf behalten.

DC-Ladepark

Direkt DC, weniger Verluste angenommen.

Beispiel-Laufzeiten (grob, 85 % Wirkungsgrad, 10 % Reserve)

Kapazität Last Nutzbare Wh grob Laufzeit grob
500 Wh 10 W ca. 383 Wh ca. 38 h
1.000 Wh 60 W ca. 765 Wh ca. 12,8 h
1.500 Wh 120 W ca. 1.148 Wh ca. 9,6 h
2.000 Wh 400 W ca. 1.530 Wh ca. 3,8 h

Praktische Hinweise

  • Kapazität in Wh geteilt durch Watt ist nur die grobe Idee – Wirkungsgrad und Reserve kürzen die echte Laufzeit.
  • Prüfe immer die maximale Dauer- und Spitzenleistung deiner Powerstation, nicht nur die Wh-Zahl.
  • Kühlschränke und Pumpen haben Anlaufströme; der Rechner rechnet mit mittlerer Last, nicht mit Startspitzen.
  • DC-Verbraucher (12 V) sind oft effizienter als derselbe Weg über 230 V.
  • Plane Reserve, wenn du den Akku nicht bis null fahren willst oder kalte Umgebung hast.
  • Für mehrere Verbraucher den Notstrombedarf-Rechner zusätzlich nutzen.

Häufige Fragen

Was berechnet der Powerstation-Laufzeit-Rechner?

Eine geschätzte Laufzeit aus Kapazität, Last, Wirkungsgrad und Reserve – optional mit Expertenfaktoren und drei Szenarien (sparsam, realistisch, intensiv).

Warum gibt es Schnell- und Expertenmodus?

Der Schnellmodus liefert sofort eine Orientierung. Der Expertenmodus modelliert DC/AC, Kälte, Alterung, Parallelverbrauch und Solarunterstützung grob mit.

Wie genau ist das Ergebnis?

Es bleibt eine Schätzung. BMS, Temperatur, tatsächlicher Wechselrichterwirkungsgrad und Lastprofil weichen ab. Für kritische Geräte Herstellerangaben und Messung beachten.

Welche Angaben sind am wichtigsten?

Meist dominieren Verbraucherleistung und nutzbare Kapazität. Danach Wirkungsgrad und Reserve. Anlaufströme können die Praxis bei Motoren stark verändern.

Warum werden drei Szenarien angezeigt?

Sie zeigen, wie sensibel die Laufzeit auf optimistischere oder konservativere Annahmen reagiert.

Kann ich das Ergebnis als Garantie nutzen?

Nein. Es ist eine Orientierung. Kauf-, Sicherheits- und Gewährleistungsfragen klärst du mit Hersteller und Fachhandel.

Warum hält die Powerstation nicht exakt Wh ÷ W?

Weil Verluste, Reserve, ggf. Kälte und Parallellast die nutzbare Energie verringern bzw. die effektive Last erhöhen.

Kann ich einen Kühlschrank betreiben?

Nur wenn Dauerleistung und Spitzenleistung der Powerstation passen und du Anlaufströme bedenkst. Der Rechner nutzt die von dir eingetragene mittlere Leistung.